Zürcher Fernsehpreis 2021 und Zürcher Radiopreis 2021

Die Preise wurden am 23. Mai 2022 im Rahmen eines Festaktes im Zürcher Zunfthaus zur Meisen vergeben.

Der Zürcher Fernsehpreis 2021 wurde verliehen an

„Der Spitzel und die Chaoten“
von Felice Zenoni, eine Koproduktion von Mesch & Ugge AG und SRF

Text der Preisurkunde
„Ein Zürcher Rebell der jugendbewegten 1980er-Jahre trifft den natürlichen Feind von damals, ein alt gewordener Staatsschützer andererseits den Gegner seiner einst natürlichen Ordnung. Beide erkennen im anderen auch sich selbst. Und eine filmisch animierte, gespannte, nie gelangweilte Jury erfuhr viel von der Skurrilität, von den Wirrnissen und vom heiligen Ernst einer vergangenen Zeit. Felice Zenonis Film ist ein so lehrreicher wie vergnüglicher historischer Auffrischungskurs, eine heitere Botschaft der Toleranz und alles in allem wahrhaft herausragendes Fernsehen.“

Die Laudatio hielt Pia Horlacher, Jury- und Stiftungsratsmitglied der Zürcher Radio-Stiftung.

Der Radiopreis 2021 wurde verliehen an

„Vermisst: Ursula Koch“,
eine Podcastserie der NZZ am Sonntag von This Wachter, Katharina Bracher, Lukas Fretz und Simon Meyer

Text der Preisurkunde
„Die Jury zeichnet ein Stück radiophonen Journalismus aus, das analytisch klug und erzählerisch souverän sozialdemokratische Parteigeschichte verbindet mit einer Recherche zum komplexen Charakter einer politisch aktiven Frau – jener Ursula Koch eben, die sich vor zwanzig Jahren ihrer öffentlichen Rolle ganz und gar entzog und es doch bis heute geschafft hat, erstaunlich lebendig zu bleiben als Geheimnis und Erinnerung.“

Die Laudatio hielt Dr. Walter Rüegg, Jury- und Stiftungsratsmitglied der Zürcher Radio-Stiftung.

Gast Bänz Friedli, Autor und Kabarettist, zum Thema
„Wirrwahr – über Humor und Ernsthaftigkeit in Zeiten des grossen Durcheinanders“

Den musikalischen Rahmen bildeten die Geschwister Küng.

Der Radio- und der Fernsehpreis sind mit je 25'000 Franken dotiert.

Weitere Auskünfte:
medienpreis@zuercherradiostiftung.ch

Zürich im Juni  2022